PsyDok
 

PsyDok FAQ


Was ist PsyDok?

PsyDok ist der Open-Access-Server der Virtuellen Fachbibliothek Psychologie. PsyDok wurde im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts „Digitale Psychologie Information (DPI)“ eingerichtet. DPI war ein Gemeinschaftsprojekt des Zentrums für Psychologische Information und Dokumentation (ZPID) und des Sondersammelgebietes Psychologie an der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (SULB). Mit Projektende ging PsyDok in den Routinebetrieb der SULB über.

PsyDok dient der Veröffentlichung wissenschaftlicher Literatur aus der Psychologie. Prinzipiell kann jeder, der fachlich relevante wissenschaftliche Veröffentlichungen unter Open-Access-Bedingungen publizieren und dauerhaft sichern will, dies auf PsyDok tun. Über ein HTML-Formular können Interessenten ihre Dokumente auf unseren Server überspielen.

Ziel der Open-Access-Bewegung ist es, freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu ermöglichen. Als Maßnahmen, um Open Access herzustellen dienen vor allem zwei Prinzipien: das Self-Archiving und das Gründen fachwissenschaftlicher kostenlos zugänglicher Online-Journale (Self-Publishing), die über eine Peer-Review erfügen. Self-Archiving umfasst das Zugänglichmachen von Postprints (bereits andersweitig, z.B. in Verlagen, erschienenen Artikeln und anderen Dokumenten) und Preprints (Vorabversionen von Artikeln, die in Journals erscheinen werden) auf fachwissenschaftlichen Servern wie PsyDok oder institutionellen Servern.

Auf PsyDok können unter anderem diese Dokumentarten veröffentlicht werden:

  • Netzpublikationen: elektronische Zeitschriften, Websites und digitale Volltexte, die online über Netzwerke und ohne physische Träger verbreitet werden.
  • Digitale Medienformen: Publikationen auf physischen Datenträgern (Disketten, CDs).
  • Magisterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationen
  • Graue Literatur aus der Psychologie. Darunter fallen z.B. Anleitungen, Reports, Berichte, Forschungspapiere und Lehrmaterialen.
  • Aufsätze, Bücher, Festschriften, Kapitel aus Monografien, komplette Ausgaben von Zeitschriftenheften, Preprints, Postprints

Falls Ihre Einrichtung regelmäßig wissenschaftliche Dokumente erstellt bzw. bereits auf Ihren Internetseiten zum Download anbietet, können Sie diese auf PsyDok dauerhaft, sicher und zitierfähig archivieren. Auch Fachbereiche, die eigene Schriftenreihen veröffentlichen, können diese auf PsyDok ablegen. Für solche Interessenten kann gegebenenfalls eine eigene Sicht generiert werden, die nur die selbst erstellten Dokumente anzeigt. Wenn Sie an der Herausgabe einer Onlinezeitschrift beteiligt sind, übernehmen wir gerne auch die Archivierung alter Exemplare Ihres Journals. Vor allem sind wir auch an der Veröffentlichung und Archivierung von Abschlussarbeiten interessiert. Gerne können sich auch einzelne Autoren an uns wenden. Es besteht aber kein Anspruch darauf, Dokumente auf PsyDok zu veröffentlichen.

Weitere Informationen zu Open Access finden Sie unter anderem hier:


Wie kann ich Dokumente in PsyDok veröffentlichen?

Dies kann prinzipiell jeder tun, der über einen Arbeitsplatz mit Zugang zum WWW verfügt. Dazu ist es nötig, einen Vertrag zwischen der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek bzw. der Universität des Saarlandes als Betreiberin von PsyDok und dem Autor abzuschließen. In diesem Vertrag werden die Rechte und Pflichte zwischen dem oder den Autoren und der Betreiberin des Servers geklärt.

Interessenten können sich hier über die möglichen Verträge informieren und den gewünschten Vertrag herunterladen. Sie können den Vertrag aber auch unter der Email-Adresse psydok[at]sulb.uni-saarland.de oder per Post anfordern:
Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
c/o Ulrich Herb
Postfach 15 11 41
66041 Saarbrücken

über das Online-Formular können Sie Ihr Dokument auf PsyDok einspielen. In das Formular müssen einige Angaben eingetragen werden, die das Dokument beschreiben, dann können diese Angaben und das Dokument selbst in einen Zwischenspeicher kopiert werden. Nach einer Kontrolle durch Mitarbeiter der Universitätsbibliothek kann das Dokument dann im WWW freigegeben werden.


In welchen Datei-Formaten können Dokumente veröffentlicht werden?

Als vielseitiges und plattformunabhängiges Format, in dem die eingebrachten Texte einschließlich aller Grafiken abrufbar sind, ist PDF (Portable Document Format) vorgesehen. Zudem können auch HTML oder PostScript als Format benutzt werden. Gegebenenfalls sind auch die Informationen zur Vorbereitung der Dokumente für das Veröffentlichen hilfreich.


Darf ich für meine PDF-Datei spezielle Sicherheitseinstellungen vornehmen?

Das PDF-Format bietet eine Reihe von optionalen Sicherheitseinstellungen an. Nutzern von elektronischen Dokumenten soll aber ein normales wissenschaftliches Arbeiten ermöglicht werden, so dass z.B. ein Markieren und Kopieren von Text sowie das Ausdrucken selbstverständlich möglich sein muss. Unter dem Gesichtspunkt der Langzeitarchivierung empfiehlt die Deutsche Nationalbibliothek (unter http://www.d-nb.de/netzpub/ablief/np_dateiformate.htm) keine Verwendung von Sicherheitseinstellungen. Für die Langzeitarchivierung wäre sogar eine Archivierung im PDF/A-Format ideal, einem besonderen PDF-Unterformat, das speziell für die Langzeitarchivierung als ISO-Norm entwickelt wurde. Aus den genannten Gründen akzeptiert auch die SULB für PsyDok keine PDF-Dateien mit Sicherheitseinstellungen mehr. Möchten Sie über PsyDok veröffentlichen, ist die Verwendung des Formats PDF/A zwar zu begrüßen, sie ist aber nicht verpflichtend vorgeschrieben.


Können Dokumente in PsyDok geändert oder gelöscht werden? Wie lange bleiben die Dokumente online verfügbar?

Die Möglichkeit, Dokumente zu ändern oder zu löschen, ist prinzipiell nicht vorgesehen. Dies garantiert die Authentizität und Zitierfähigkeit der Dokumente, die gedruckten Publikationen gleich sind. Löschungen können nur auf Wunsch des Verfassers von den zuständigen Mitarbeitern der Universitätsbibliothek durchgeführt werden. Wünscht der Verfasser eine Korrektur, so muss er das geänderte Dokument neu einbringen. Dies entspricht dem Vorgang einer Neuauflage bei gedruckten Publikationen. Dementprechend sollen die Dokumente zeitlich unbegrenzt online verfügbar sein, die Dokumente sind aber garantiert für mindestens 5 Jahre verfügbar.


Sind Veröffentlichungen in PsyDok zitierfähig?

Veröffentlichungen in PsyDok sind konventionellen Veröffentlichungen gleichwertig und damit auch zitierfähig. Das häufigste Argument gegen das Zitieren elektronischer Quellen ist die fehlende Sicherheit und Dauerhaftigkeit des Zugriffs auf diese Quellen. Für jedes auf PsyDok veröffentlichte Dokument wird zur dauerhaften und stabilen Adressierung ein Uniform Resource Name (URN) erzeugt wird. Dieser URN sichert die Zitierfähigkeit des Dokuments. Was die formalen Richtlinien beim Zitieren von Onlinequellen angeht, bestehen verschiedene Standards. Weit verbreitet sind die Empfehlungen der American Psychological Association (APA), der Modern Language Association und der ISO-Standard 690-2. Weitere Informationen zum Zitieren von Onlinequellen und eine Empfehlung für das Zitieren von PsyDok-Dokumenten finden Sie hier.


In welchen Datenbanken, Suchmaschinen und Nachweissystemen erscheinen die Dokumente?

PsyDok-Dokumente werden z.B. von diesen Suchmaschinen und Datenbanken indiziert:


Existiert ein Schulungsangebot zum elektronischen Publizieren auf PsyDok?

Die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek bietet im Rahmen ihres Schulungsprogramm auch Schulungen zum elektronischen Publizieren auf PsyDok an. Aktuelle Informationen zu diesem Schulungsprogramm finden Sie hier.


Wie werden die Dokumente auf PsyDok sachlich erschlossen?

Die Sacherschließung der Dokumente erfolgt teils durch die Autoren und teils durch Mitarbeiter der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek. Autoren können freie und kontrollierte Schlagworte (nach Schlagwortnormdatei SWD) vorschlagen. Diese Erschließung wird von geschulten und ausgebildeten Mitarbeiten der SULB geprüft und ggf. korrigiert; zusätzlich werden alle Dokumente mit einer Notation der Dewey Decimal Classification (DDC) versehen. Alle Dokumente werden mit kontrolliertem Vokabular nach SWD und einer DDC-Notation erschlossen. Im Fall von PsyDok erfolgt eine zusätzliche Erschließung aller Dokumente durch die psychologische Fachklassifikation, die PsycINFO Classification Categories and Codes der American Psychological Association (APA). Auch in diesem Fall können Autoren die Erschließung selbst vorschlagen.


Wie können die Dokumente angeschaut und ausgedruckt werden?

Die Dokumente von PsyDok liegen im Regelfall im PDF-Format vor. Um sie anschauen oder ausdrucken zu können, benötigt man den Acrobat Reader.


Können Dokumente kopiert und von anderen widerrechtlich benutzt werden?

Die Dokumente können auf lokale Rechner kopiert werden. Prinzipiell können also auch Inhalte aus den Dokumenten kopiert und weiterverwendet werden. In manche Fällen ist dies sogar vom Autor erwünscht, z.B. wenn er das Dokument unter eine entsprechende Creative Commons Lizenz stellt. Sollte der Autor eine Weiterverwendung der Inhalte seines Dokuments nicht wünschen, kann er sich auf urheberrechtliche Regelungen berufen. Generell gilt für elektronische Veröffentlichungen: Falls der Diebstahl geistigen Eigentums geplant sein sollte, bedeutet dies, dass er - wie im Fall einer gedruckten Veröffentlichung durch Abschreiben - möglich ist. Die Gefahr der widerrechtlichen Nutzung einer Veröffentlichung ist mithin nicht größer als bei konventionellen Publikationen.


Ich kann keine PDF-Datei erstellen, trotzdem möchte ich PsyDok nutzen. Was muss ich tun?

Setzen Sie sich in diesem Fall einfach mit uns in Verbindung, gegebenenfalls können wir für Sie die Konvertierung übernehmen:

Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek
c/o Ulrich Herb
Postfach 15 11 41
66041 Saarbrücken
Telefon: 0681 302-2798
Fax: 0681 302-2796
Email-Adresse: psydok@sulb.uni-saarland.de


Was bedeuten die Symbole in der Ergebnisanzeige?

Zu jedem Dokument gehört eine Art "Vorschaltseite", die man Frontdoor nennt (hier ein Beispiel). Auf der Frontdoor werden Detailinformationen angezeigt, die im eigentlichen Dokument nicht immer enthalten sind, die dieses Dokument aber beschreiben. Dazu zählen etwa der Name der Autorin/ des Autors, eine Zusammenfassung, Schlagworte, Herausgeberin/ Herausgeber, beteiligte Institutionen und ähnliches. Neben diesen Zusatzinformationen zum Dokument finden Sie auf der Frontdoor aber auch noch weitere Informationen oder Links zu anderen Services. Die Links zu diesen Informationen und Services verbergen sich hinter den folgenden Grafiken:


Durch Anklicken dieses Buttons gelangen Sie zu einem Formular, über das Sie das Dokument weiterempfehlen können.


Durch Anklicken des Statistik-Buttons wird die Download-Statistik des aktuellen Dokuments aufgerufen. Bitte beachten Sie: Diese Statistik wurde mit Hilfe der Software Awstats erstellt. Zugriffe durch Webcrawler, die Internetseiten für Suchmaschinen indizieren, und Doppelclicks werden so weit mit Awstats möglich eliminiert. Dennoch sind die hier angebotenen Zugriffsstatistiken aufgrund mangelnder Standardisierung nicht interoperabel, d.h. Zugriffstatistiken von Dokumenten auf PsyDok können nicht mit Zugriffsstatistiken anderer Server verglichen werden.


Duch Anklicken dieses Buttons können Sie das aktuelle Dokumente ihrem Connota-Konto hinzufügen. Titel und Schlagworte werden dabei automatisch übernommen. Connotea ist ein von der Nature Publishing Group entwickelter Social Bookmarking Service. Mittels Social Bookmarking können Internetnutzer Websites online verwalten und - sofern erwünscht - gemeinschaftlich sammeln, austauschen und beschreiben. Vorrausetzung ist ein (kostenloses) Connotea-Konto. Connotea richtet sich stärker als andere Social Bookmarking Systeme an Wissenschaftler und verfügt z.B. über Schnittstellen zu Literaturverwaltungsystemen wie Endnote, Refworks oder BibTex.


Neben Connotea unterstützt PsyDok auch den Social Bookmarking Dienst del.icio.us. Del.icio.us ist gebräuchlicher als Connotea, verfügt aber nicht über die für Wissenschaftler wichtige Zusatzfunktionen wie die Schnittstellen zu Literaturverwaltungssystemen. Genau wie bei Connotea ist für die Nutzung ein kostenloses del.icio.us-Konto Voraussetzung.


Durch Anklicken dieses Icons wird in Google Scholar die Ergebnisanzeige zum aktuellen Dokument aufgerufen (hier ein Beispiel). Der Nutzen erschließt sich erst auf dieser Google Scholar Ergebnisseite: Sofern Google Scholar zu diesem Dokument Zitationen ermitteln konnte, wird die Anzahl der Zitationen angezeigt. Durch Anklicken des Links "Zitiert durch:" werden die Publikationen angezeigt, aus denen Google Scholar die Zitationen ermittelt hat. Der Link "ähnliche Dokumente" funktioniert wie ein Recommender: Er führt den Nutzer zu Dokumenten, die dem aktuellen Dokument ähnlich sind.

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