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Diplomarbeit, Magisterarbeit zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-psydok-25583
URL: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2009/2558/


Ein experimenteller Vergleich von Verfahren zur Kontrolle von Antwortverzerrungen infolge sozialer Erwünschtheit

Seppelfricke, Thomas

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SWD-Schlagwörter: Soziale Erwünschtheit , Demoskopie
Freie Schlagwörter (Deutsch): Balanced-incomplete-Block-design, Unmatched-Count-Technik, akademische Unehrlichkeit
APA Klassifikation: 2260
Institut: Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf: Institut für Experimentelle Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Diplomarbeit, Magisterarbeit
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2008
Publikationsdatum: 21.12.2009
Kurzfassung auf Deutsch: Antwortverzerrungen infolge sozialer Erwünschtheit bei Selbstauskünften stellen im Zuge der Erfragung sensitiver Themen ein Problem dar. Um die Verfälschungsrate zu minimieren und somit näher an die "wahren" Prävalenzraten kritischer Verhaltensweisen heranzukommen, ist die Verwendung indirekter Befragungsmethoden hilfreich, bei denen einer Person mehr Anonymität gewährt wird als bei der direkten Befragung. Zu den bisher eingesetzten indirekten Befragungsverfahren zählen die Randomized Response-Technik (RRT) und die klassische Unmatched Count-Technik (UCT). Ein wesentlicher Nachteil der klassischen UCT besteht jedoch darin, dass sie hohe Standardfehler generiert. In der vorliegenden Studie sollten direkte Befragung, die klassische Fassung der UCT sowie eine modifizierte Variante der UCT, ein sog. Balanced-Incomplete-Block-Design (BIBD), auf kritische Fragen, die den Bereich des Schummelns im schulisch-akademischen Bereich betreffen, angewendet werden. Die Parameterschätzungen erfolgten sowohl für die klassische UCT als auch für das BIBD über eine multinomiale Modellierung. Es wurde eine Papier und Bleistift-Befragung an einer vierstelligen Stichprobe der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, der FH Düsseldorf bzw. der Bergischen Universität Wuppertal durchgeführt. Gezeigt werden konnte, dass das BIBD im Vergleich zur klassischen UCT die Standardfehler deutlich zu reduzieren imstande war. Zwar erbrachte die konventionelle Auswertung der klassischen UCT über einen Mittelwerts-Differenzen-Test signifikant höhere Basisratenschätzungen als die direkte Befragung. Dem gegenüber blieben jedoch im Zuge der multinomialen Auswertung sowohl die klassische UCT als auch das BIBD den Nachweis schuldig, höhere Prävalenzratenschätzungen für die sensitiven Fragen aufdecken zu können. Kontexteffekte, die das Setting der Befragung in den Mittelpunkt stellen, und die Notwendigkeit einer Heterogenitätsannahme für die multinomiale Modellierung zukünftiger BIBD-Anwendungen werden diskutiert.
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