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Report (Bericht) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-psydok-50
URL: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2003/5/


Der "FACES-Index" - Ein computergesteuertes Messverfahren zur Erfassung der emotionalen Sensitivität.

"Faces-Index" - a computer program for measuring individual differences in emotional sensitivity

Zumkley-Münkel, Cordula ; Grässer, Uwe ; Maxeiner, Jürgen ; Zumkley, Horst ; Dreher, Eva

Quelle: (2003) Arbeitsberichte der Fachrichtung Erziehungswissenschaft an der Universität des Saarlandes Nr. 87
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (966 KB)

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SWD-Schlagwörter: Psychologie, Erziehungswissenschaft, Bericht
APA Klassifikation: 2360 , 2223
Institut: Universität des Saarlandes: Fachrichtung Erziehungswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Erziehung, Schul- und Bildungswesen
Dokumentart: Report (Bericht)
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 22.09.2003
Kurzfassung auf Deutsch: HINWEIS: Zur Printversion dieses Dokumentes existiert eine CD-Rom Beilage. Diese ist über den OPAC der Saarländischen Universitäts- und Landesbibliothek (http://opac.sulb.uni-saarland.de) mit der Signatur MV 1128 erhältlich.
Kurzfassung: Nachfolgend wird über die Entwicklung und Erprobung eines computergesteuerten
Messverfahrens zur Bestimmung der "emotionalen Sensitivität" berichtet. Ausgangspunkt für die Verfahrensentwicklung war eine Studie von Martin et al. (1996) zum Thema individuelle Unterschiede in der emotionalen Sensitivität, in der er mit einem Tachistoskop arbeitete. In Anlehnung an das von Martin et al. (1996) beschriebene Verfahren entwickelten wir in Zusammenarbeit mit Professor Maxeiner vom Sportwissenschaftlichen Institut [der auch einen Teil der Finanzierung trug] ,den sog. "Faces-Index". Es handelt sich dabei um eine computergesteuerte Versuchsanordnung zur "sub-optimalen" (nicht
klar erkennbaren) Wahrnehmung von emotional getönten Reizen zur Bestimmung der
emotionalen Wahrnehmungsschwelle. Diese Verfahrensentwicklung ergab sich als Teil von Forschungsarbeiten, deren Ziel es war und ist, einen theoretischen und empirischen Beitrag zum Konstrukt "Regulatorische Kompetenz" zu leisten (Zumkley-Münkel et al., 2002). Dieses theoretische Konstrukt umfasst sowohl (a) "Selbstregulation", d.h. sich dem Einfluss der unmittelbaren Bedingungen entziehen zu können und die Steuerung des eigenen Verhaltens in die
Hand zu nehmen, als auch (b) "Emotionsregulation", d.h. die Fähigkeit zur Klarheit über die eigenen Gefühle [d.h. diese identifizieren, benennen, unterscheiden und verstehen können] und die Fähigkeit zur reflexiven Fokussierung [d.h. bestimmen zu können, wann man welche Gefühle hat und wie man sie zum Ausdruck bringt]. Letztere Komponenten werden oft mit den Begriffen "emotionale Bewußtheit" oder "emotionale Sensitivität" umschrieben.
Diese Komponenten weiter zu präzisieren und möglichst verfälschungssicher messbar zu machen war Ziel der Entwicklung unseres computergesteuerten Verfahrens.
Das schien interessant und lohnend, da ein solches computergesteuerten Verfahrens für Verfälschungen weniger anfällig als Selbstauskunfts-Verfahren ist und, da die Durchführung nur etwa fünf Minuten dauert, zudem sehr ökonomisch ist. Martin et al. (1996) fanden mit ihrem tachistoskopischen Verfahren u.a. auch Beziehungen zu dem Persönlichkeitsmerkmal Empathie. Entscheidend war allerdings der Hinweis der Autoren, dass ein solcher Wahrnehmungsschwellen-Index geeignet sei zur Erfassung individueller
Differenzen in der Fähigkeit, eigene Emotionen reflektieren und benennen zu können. In dieser "emotionalen Sensitivität", die nach Martin et al. das Ergebnis einer bewussten Auseinandersetzung mit den eigenen Gefühlen ist, sehen sie das Kernstück der emotionalen Intelligenz oder Kompetenz.
Kurzfassung auf Englisch: NOTICE: The print version of this document includes a CD-Rom supplement. It can be orderd via the online public access catalogue of Saarland University and State Library (http://opac.sulb.uni-saarland.de) with the signature MV 1128.
Abstract: The development and evaluation of the reliability and validity of a new computerized procedure for measuring individual differences in emotion perception is reported.
In this procedure, subjects are presented by means of a computer program photographs of human faces showing emotional expressions, and are asked to indicate whether the emotion was pleasent or unpleasent after each trial. A subjects emotion perception threshold is the minimum exposure duration required for better than chance performance.
The threshold measure was stable (r = .78) over 3 weeks. Thresholds were not related to current mood states, and not to personality self-report measures like the Myers-Briggs Type Indicator and the NEO-FFI. There were significant relations of the thresholds to a measure of empathy, to problem-oriented coping strategies, to the "Levels of Awareness Scale" (Lane, 1990) and to social competence ("Social Skills Inventory"; Riggio, 1989). There were no sex differences in emotional sensitivity (emotion perception threholds) found.
Low thresholds seem to be an index of a better understanding of ones own and others emotions and of a higher sensitivity for emotions and their relevance in social situations.
Further research will concentrate on the relation beween emotional sensitivity,
emotional intellicence and social competence.
Lizenz: Standard-Veröffentlichungsvertrag

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