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ResearchPaper zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-psydok-1205
URL: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2004/120/


Sensibilität für beobachtete Ungerechtigkeit als Disposition : Überprüfung der Konstruktvalidität mittels eines modifizierten Stroop-Tests

Hangarter, Markus ; Schmitt, Manfred

Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral" der Universität Trier, FB I - Psychologie

Quelle: (2001) Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral", Nr. 137, ISSN 1430-1148, http://www.gerechtigkeitsforschung.de/berichte/beri137.pdf
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SWD-Schlagwörter: Psychologie, Kognition
Freie Schlagwörter (Deutsch): Gerechtigkeit, soziale Kognition, selektive Aufmerksamkeit
Freie Schlagwörter (Englisch): justice, social cognition, selective attention
APA Klassifikation: 3040 , 3120
Institut: Universität Trier: Fachrichtung Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: ResearchPaper
Schriftenreihe: Berichte aus der Arbeitsgruppe "Verantwortung, Gerechtigkeit, Moral", ISSN 1430-1148
Bandnummer: 137
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2001
Publikationsdatum: 04.02.2004
Kurzfassung auf Deutsch: Die Konstruktvalidität der Sensibilität für beobachtete Ungerechtigkeiten als Disposition wurde experimentell geprüft. Gerechtigkeitssensibilität wurde per Fragebogen erfasst. Mittels des emotíonalen Stroop-Tests wurde untersucht, ob Gerechtigkeitssensibilität einen Aufmerksamkeitsbias für gerechtigkeitsthematische Konzepte begünstigt. Zur Voraktivierung des Gerechtigkeitskonzepts wurde der Experimentalgruppe ein Film gezeigt, der eine ungerechte Episode enthielt. Die Kontrollgruppe sah einen vergleichbaren Film ohne Ungerechtigkeit. Im Anschluss an den Film wurden den Probanden gerechtigkeitsthematische und neutrale Wörter in verschiedenen Farben dargeboten. Die Farbe, in der ein Wort geschrieben war, sollte möglichst schnell benannt werden. Die Reaktionszeit diente als Indikator für einen Aufmerksamkeitsbias (Stroop-Interferenz). Als Haupthypothese der Untersuchung wurde erwartet, dass Ungerechtigkeitssensible einem Aufmerksamkeitsbias für gerechtigkeitsthematische Wörter, nicht aber für neutrale Wörter unterliegen, wenn das Thema Gerechtigkeit zuvor durch den Film aktiviert worden war. Dieser spezifische Interaktionseffekt ließ sich nicht nachweisen. Stattdessen unterschieden sich niedrig und hoch gerechtigkeitssensible Probanden nach der Betrachtung eines ungerechten Films in der Verarbeitung von emotionalen Wörtern. Bei hoch Sensiblen verlangsamte negatives Wortmaterial die Farbbenennzeit stärker als bei niedrig Sensiblen. Bei positiv valenten Wörtern zeigen sich keine Unterschiede in der Verarbeitung. Die Untersuchung lässt einige Fragen offen. Zum einen bleibt unklar, weshalb gerade neutrale Wörter die längsten Interferenzen im Stroop-Test verursachen. Außerdem konnten Geschlechtseffekte nicht mit ausreichender Zuverlässigkeit ermittelt werden.
Kurzfassung auf Englisch: The construct validity of sensitivity to observed injustice as a personality trait was tested experimentally. Justice sensitivity was measured via self-report. An emotional Stroop-test was employed for measuring attention bias. In order to prime justice concerns, the experimental group was shown a film containing an unjust event. The control group watched a comparable film without an injustice. After the film, justice related and neutral words were presented to participants in different colours. Subjects were asked to name the colour of the words as fast as possible. Reaction time was obtained as an indicator of attention bias (Stroop-interference). The main hypothesis was that justice sensitive individuals would display an attention bias for justice related concepts, but not for neutral words, if justice concerns had been primed previously. Results did not correspond to this complex interaction effect. Rather, high and low justice sensitive participants differed in attention bias for negative, but not for positive, emotion words after having watched the unjust film. Unexpectedly, the largest Stroop-interferences were obtained for neutral words. This effect and gender effects await to be clarified in further studies.
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