PsyDok
 

Eingang zum Volltext in PsyDok

Lizenz

InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-psydok-6910
URL: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2006/691/


Erlebtes Staunen als wesentliche Voraussetzung für die subjektiv intendierte Neuorientierung und Selbstverpflichtung bzgl. bisheriger Verkehrsteilnahme unter Alkoholeinfluss

Bacherle, Xaver

Quelle: (2002) 38. BDP-Kongress für Verkehrspsychologie Universität Regensburg 2002, Arbeitsgruppe 1: Beratung, Rehabilitation, Therapie
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (51 KB)

Bookmark bei Connotea Bookmark bei del.icio.us
SWD-Schlagwörter: Verkehrspsychologie, Experiment, Farbe-Wort-Interferenztest, Trunkenheit/ Verkehr, Selbstüberwachung , Fahrtüchtigkeit
APA Klassifikation: 4090
Collection: PsyDok / Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen/BDP Sektion Verkehrspsychologie: 38. BDP-Kongress für Verkehrspsychologie / Arbeitsgruppe 1: Beratung, Rehabilitation, Therapie
Institut: Sektion Verkehrspsychologie des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.)
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 21.04.2006
Kurzfassung auf : In meinem Vortrag stelle ich Ihnen ein Experiment vor, das ich mit allen auffällig gewordenen Verkehrsteilnehmern im Rahmen von Beratung oder Therapie durchführe. Das Experiment ? eine Abwandlung des Stroop-Tests - dient der Hervorbringung des Zustandes des Staunens über sich selbst als handelnde Person und dies in der Rolle des Verkehrsteilnehmers, der sich im an-betrunkenen Zustand zur Ausführung einer Trunkenheitsfahrt entschlossen hat.
Das Erleben des Staunens über sich selbst soll an dem psychoorganischen Zustand, der der subjektiv bedeutsamen Handlung ?Durchführung einer Trunkenheitsfahrt? zugrunde liegt, ansetzen. Aus dem Staunen über die natürlicherweise zur Geltung kommende Komplexität und Perfektion der Selbstüberwachung bis hin zur Selbststeuerung(zur Verfügung stehende Handlungsdurchführungsorganisation) bei einer einfachen Konzentrationsaufgabe, wird das Ausmaß der "Fahrtüchtigkeitseinbuße" und die Andersartigkeit der Handlungslenkung
unter Alk.einfluss erst in ihrem vollen Ausmaße vorstellbar, nachvollziehbar, rekonstruierbar. Ein umfassenderer Zugriff auf die affektiven, sinnlichen, motivationalen, kognitiven, sensumotorischen und humoralen "Realitäten" ,die den Unterschied zum Fahren unter Alkoholeinfluss modellieren, soll die Verwunderung über sich selbst erzeugen, die zu Selbstbildkorrekturen im Sinne einer persönlich gefühlten Notwendigkeit auffordert. Indem ein Kontrast zum Erleben, Beurteilen, Entscheiden ,Handeln unter nüchternen Bedingungen in
für die Person zentralen Handlungsdimensionen offenkundig gemacht wird, soll ein
systemimmanenter Bedarf nach Reorganisation in diesem bedeutsamen Handlungskomplex inittiiert werden. Erst damit sind wesentliche Voraussetzungen zur Einleitung von nachhaltigen Veränderungen in persönlich bedeutsamen Handlungsvollzügen, wie z.B.das Rechtfertigen des Fahrens unter
Alkoholeinfluss, gegeben. Dies gilt für alle das Alltagshandeln und die spezifische Aufgabenbewältigung begünstigende Gewohnheitshandlungen. Das Individuum kann sich nun zu einer neuen Qualität der Verantwortungsübernahme in seinem Mobilitätsverhalten entscheiden. Damit können die dafür relevanten Handlungskomplexe(Denken,Fühlen,Erleben und das Gefühl bzw. Gewissheit, eine soeben auszuführende Handlung verantworten zu wollen) einer werte- wissens- und willensorientierten Veränderung zugeführt werden.
Kurzfassung auf Englisch:
Lizenz: Standard-Veröffentlichungsvertrag

Home | Impressum | Über PsyDok | Policy | Kontakt | Datenschutzerklärung | English