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InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-psydok-7182
URL: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2006/718/


Merkmale verkehrspsychologischer Eignungsgutachten der medizinisch-psychologischen Untersuchungsstellen

Wittkowski, Joachim ; Seitz, Willi

Quelle: (2002) 38. BDP-Kongress für Verkehrspsychologie Universität Regensburg 2002, Arbeitsgruppe 4: Evaluierung verkehrspsychologischer Dienstleistungen
pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Verkehrspsychologie , Eigungsdiagnostik , Fahreignungsdiagnostik , Medizinisch-psychologische Untersuchung
Collection: PsyDok / Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen/BDP Sektion Verkehrspsychologie: 38. BDP-Kongress für Verkehrspsychologie / Arbeitsgruppe 4: Evaluierung verkehrspsychologischer Dienstleistungen
Institut: Sektion Verkehrspsychologie des Berufsverbands Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP)
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: InProceedings (Aufsatz / Paper einer Konferenz etc.)
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 2002
Publikationsdatum: 05.05.2006
Kurzfassung auf : Eine Übersicht über die Diskussion um die verkehrspsychologische
Eignungsdiagnostik der medizinisch-psychologischen Untersuchungsstellen in
den letzten Jahrzehnten läßt grundlegende Überzeugungen, Leitlinien des
diagnostischen Vorgehens, einzelne Untersuchungsmethoden sowie
übergeordnete Anforderungsmerkmale erkennen. Allgemein wird die Abkehr
von der bis in die 1970er Jahre vorherrschenden Persönlichkeitsbeschreibung
im Sinne von Dispositionen einerseits und von der Betonung der funktionalen
Voraussetzungen des Fahrverhaltens andererseits und stattdessen die
Hinwendung zu einer verhaltens- bzw. lerntheoretisch orientierten Diagnostik
betont (Blankenburg & Weigelt, 1983; Kajan, 1986; Kunkel & Winkler, 1981;
Müller, 1984; Spörli, 1977). Mit dem Paradigmenwechsel vom dispositionellen
Konstrukt zum modifizierbaren Verhalten wurde bzw. wird eine
interaktionistische Sichtweise als maßgebend für die verkehrspsychologische
Eignungsbegutachtung angesehen (Stephan, 1989a, b).
Nach dem interaktionistischen Erklärungsansatz resultiert das
(auffällige) aktuelle Verhalten (z.B. Fahren unter Alkoholeinfluß) aus einer
Wechselwirkung zwischen Charakteristika der Person und bestimmten
Gegebenheiten der aktuellen Situation. Dazu gehören sowohl besondere
Umstände der aktuellen persönlichen Lebenssituation (etwa "kritische
Lebensereignisse" wie Verlust des Arbeitsplatzes oder Auflösung einer
Partnerschaft) als auch Umstände der aktuellen Situation, in der das auffällige
Verhalten auftritt (z.B. Anreize zum Fahren nach Alkoholkonsum). Der
genannte Paradigmenwechsel ging Hand in Hand mit einer Ausrichtung der
verkehrspsychologischen Diagnostik auf bzw. Einbindung in Maßnahmen der
Verhaltensmodifikation und klinischen Intervention ("Nachschulung").
Schlagwortartig wird der Wandel im diagnostischen Ansatz der medizinischpsychologischen
Untersuchungsstellen mit dem Wechsel von einer
Selektionsstrategie zu einer Modifikationsstrategie umschrieben (Barthelmess
& Hauser, 1985; Geiselbrecht, 1986; Kunkel & Winkler, 1981; Müller, 1993).
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