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Buch (Monographie) zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-psydok-8642
URL: http://psydok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2006/864/


Der alltägliche Zauber einer digitalen Technik - Wirklichkeitserfahrung im Umgang mit dem Computer

Leithäuser, Thomas ; Löchel, Elfriede ; Scherer, Brigitte ; Tietel, Erhard

Quelle: (1995) Berlin: Edition Sigma
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Dokument 1.pdf (998 KB)

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SWD-Schlagwörter: Technikpsychologie, Computer, empirische Sozialforschung, Organisationsforschung , Qualitative Methode
Freie Schlagwörter (Deutsch): Evokation , Personalcomputer , Erfahrung , Aneignung , Phantasie
Institut: Universität Bremen: Studiengang Psychologie
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Sonstige beteiligte Institution: Verbund Sozialwissenschaftliche Technikforschung, Bundesministerium für Forschung und Technologie
Dokumentart: Buch (Monographie)
ISBN: 3-89404-396-2
Sprache: Deutsch
Erstellungsjahr: 1995
Publikationsdatum: 12.12.2006
Bemerkung: Autorenhomepage von Erhard Tietel: http://www.aap.uni-bremen.de/homepages/etietel/Welcome.php
Kurzfassung auf Deutsch: In dieser Studie wurde Anfang der 90er Jahre, also in der Frühzeit der Einführung des Personalcomputers in Büros und Verwaltungen untersucht, wie Beschäftigte an bislang von Technik eher wenig geprägten Arbeitsplätzen auf den Einzug moderner technischer Geräte reagieren. Wie eignen sie sich das neue technische Artefakt an und wie passen sie es in ihre gewohnte Arbeitsumgebung und ihre liebgewonnenen Routinen ein? Ist der Computer am Arbeitsplatz heute ein fast fraglos verwendetes technisches Artefakt geworden, zeigt der Blick auf die Zeit der Computereinführung, welche Wünsche und Hoffnungen, aber auch Sorgen und Ängste sich mit der neuen Technik verbunden haben. Kernbegriff dieser Studie ist der der Evokation: die Vorstellungen, Phantasien und Gefühle, die vom Computer am Arbeitsplatz hervorgerufen ? sprich: evoziert ? werden und die in den Ämtern und Büros nicht nur zu arbeitsorganisatorischen und sozialen, sondern auch zu psychischen Umarbeitungen genötigt haben. Themen der Studie sind dementsprechend die Dynamik von Arbeit und Spiel, Probleme des Selbstwertgefühls, Macht- und Ohnmachtsgefühle, Phantasien über das Innenleben des PCs, Wünsche nach Kontrolle und Beherrschung, Personifizierungen des Computers sowie die Tücken der Routine. Die Autoren vertreten die These, dass die öffentlichen Dramatisierungen, die mit der Einführung des Computers in den 90er Jahren einhergegangen sind, zwar weitgehend verschwunden sind, dass aber nichtsdestotrotz die evozierten Gefühle und Phantasien bei den sowohl bei den individuellen Computernutzern als auch in der Kultur untergründig weiter existieren ? und bei gelegentlichen Computerabstürzen, Virenattacken, computerinduzierten Unfällen und Katastrophen etc. ihre Virulenz erweisen. Insofern kann die vorliegende Studie nicht nur als eine der ersten qualitativen Nutzerstudien nach der Einführung des PCs verstanden werden, sondern als eine Art ?kulturelles? Gedächtnis der latent gewordenen Aufregungen und Aufgeregtheiten aus der Frühzeit des Computers.
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